ALLE WETTER!
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    Der Inhalt dieses Wetterspecials:

    -- Himmelsbeobachtung - örtliche Wettervorhersage mit einfachen Mitteln

    -- Cirrostratus - Vorboten von Niederschlag unterschiedlichster Form
       (zwei Dokus von Frontdurchgängen im Winter)

    -- Aktuelles Thema: Klimawandel - Klimaveränderung und "Globale Erwärmung"

    -- Vulkanasche über Deutschland im April 2010

    -- Der Winter 2009/2010 - mal wieder schneereich und lang

    -- Mammatuswolken am Rande von Gewittern (17. Mai 2009)

    -- Das Orkantief "Gerda" vom 12.01.2004 - eine Auswertung

    -- Orkantief "Kyrill" am 18. Januar 2007

    -- Maximale Windböen durch Orkantief "Xynthia" am 28.02.2010:

    -- Schneegebiete in Deutschland aus der Satellitenperspektive

    -- Besonderes Ereignis - Polarlichter bei uns ( Oktober / November 2003 )

    -- Frühjahr 2003 - Hitze und Kälte nah beieinander

    -- Das trockene und heisse Jahr 2003

    -- Bilder schöner Wettererscheinungen, Dokumentationen

    -- Ganz nah am Wetter: Ultraleichtfliegen


    (c)holger.sonntag Kopieren und Vervielfältigen dieser Dokus nur nach Rücksprache (--> Mail oder Impressum). Danke!



    Himmelsbeobachtung - örtliche Wettervorhersage mit einfachen Mitteln

    Mit einer etwas genaueren Beobachtung des Himmels bzw. der Bewölkung oder Wolkenarten
    kann man schon eine relativ gute Einschätzung des Wetterablaufes der kommenden Stunden erreichen.
    Dies ist hilfreich bei der Planung und Durchführung von Aktivitäten im Freien,
    um z.B. nicht mittendrin von einer "Dusche" überrascht zu werden.

    Zieht man noch aktuelle Niederschlagsradarbilder oder Satellitenbilder hinzu,
    so wird die Prognosegüte noch einmal deutlich verbessert.
    Es kann dann mithilfe der Kenntnis des aktuellen Bewölkungszustandes
    beispielsweise der Zeitpunkt des Eintreffens eines Niederschlagsgebietes abgeschätzt werden
    oder die Bildung und Verlagerung von Gewittern verfolgt werden.

    In der Meteorologie wird diese Art von Kürzestfrist-Vorhersage "Nowcast-Vorhersage" genannt.
    Sie bezieht, wie oben schon erwähnt, laufend aktuelle Veränderungen mit ein
    und gilt in der Regel für die nächsten 0.5 bis 3 Stunden.

    Für alle anderen Arten der Vorhersage mit längeren Fristen
    ("Kurzfristvorhersagen", d.h. mit einer Gültigkeit vom 1. bis zum 3. Tag
    oder bei "Mittelfristvorhersagen", d.h. mit einer Gültigkeit vom 3. bis zum 6. Tag)
    ist die Kenntnis der Grosswetterlage nötig.
    Mittels numerischen Rechenmodellen erstellen Grosscomputer Wetterkarten aus verschiedenen Höhenstufen
    der Atmosphäre, die von Meteorologen interpretiert und ausgewertet werden.
    Sie geben Auskunft über die Entwicklung des Luftdruckes, der Feuchte, der Temperatur
    und vielen anderen Parametern in den nächsten Tagen.

    Trendaussagen mit noch längeren Fristen (> 6 Tage) sind in der Regel unsicher
    und deshalb auch nur in Ausnahmefällen in seriösen Vorhersagen zu finden.
    Im Wetterkundejargon wird dieser Vorhersagezeitraum auch treffend "GKB" (Glaskugelbereich)
    oder für noch längere Fristen auch "UGKB" (Ultraglaskugelbereich) genannt.

    Hier stelle ich nun einige "Regeln" für Nowcast-/Kürzestfristvorhersagen zusammen,
    die bei uns in Mitteleuropa anwendbar sind.

    --- DIESER ARTIKEL IST DERZEIT IN BEARBEITUNG ---

    1. AUFZUG VON HOHER BEWÖLKUNG VOR WETTERVERSCHLECHTERUNG

    Cirrostratus-Aufzug
    Langsamer Aufzug von Cirrostratus von Südwesten her

    Zieht von Nordwesten bis Südwesten her sich langsam verdichtender Cirrostratus auf,
    fällt der Luftdruck allmählich und weht leichter Wind um Südwest bis Südost,
    so ist in den nächsten 24 Stunden mit einer Wetterverschlechterung zu rechnen.

    2. GEWITTERGEFAHR BEI BILDUNG VON ALTOCUMULUS FLOCCUS UND A.CASTELLANUS

    Bildung von Altocumulus floccus und Altocumulus castellanus
    Bildung von Altocumulus floccus und Altocumulus castellanus am Vormittag

    Bilden sich bei schwülwarmer Witterung im Sommerhalbjahr
    bereits morgens oder vormittags obige Wolkenarten,
    dann sind Gewitter im Tagesverlauf sehr wahrscheinlich.

    3. STATIONÄRE WOLKENGRENZE AM HORIZONT

      
    Die Wolkengrenze am Nordwesthorizont ist vormittags und abends noch etwa an gleicher Position.

    Sieht man am Nordwesthorizont über einen längeren Zeitraum (1-2 Tage)
    die Grenze der vorhandenen Wolkendecke,
    die von Nordost nach Südwest zieht,
    so ist in der Regel mit einer Wetterbesserung zu rechnen.


    Satellitenbild, das die Wolkengrenze quer über Mitteleuropa schön zeigt.

    Dieses Phänomen lässt oft bei einer sog. "5b-Wetterlage" beobachten,
    bei der die Zugbahn eines Tiefdruckgebietes südlich der Alpen verläuft
    und dann nach Nordosten einschlägt.
    Dabei gleitet feuchte Mittelmeerluft auf die einströmende Kaltluft auf
    und sorgt für viel Niederschlag im südöstlichen
    und östlichen Mitteleuropa (Stichwort "Oderhochwasser").


    Der kräftige Regen zieht von Nordost nach Südwest.

    Anschliessend setzt sich oft von Westen her
    Hochdruckeinfluss durch, der für Wetterberuhigung sorgt.

    Bodenwetterkarte mit eingezeichneter Wolkendecke (grau).



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    WETTER-DOKUMENTATION:

    Cirrostratus: Vorboten von Niederschlag unterschiedlichster Form -
    Zwei mögliche Folgen der Annäherung eines Tiefausläufers nach winterlich kaltem Wetter:

    Langsam aufziehende Cirrusbewölkung am blauen Himmel

    Am Abend des 30. Dezember 2005 näherte sich nach einem winterlich kalten, sonnigen Tag
    rasch eine Störung von Westen her.
    Mittags zogen schon, weil das Wetter ja so schön war auch kaum bemerkt, die ersten
    hohen Cirruswolken von Westen auf (Bild oben).
    Die zugehörige, hier noch weit entfernte Störung beendete eine kalte, schneereiche Ostwetterlage,
    die etwa 5 Tage Bestand hatte.

    Aufzug von Cirrostratus vor einer Wetterfront (Kaltfrontokklusion) Aufzug von Cirrostratus vor einer Wetterfront (Kaltfrontokklusion)

    Die auf den beiden Bildern zu sehende gegen Abend aufziehende dichtere Wolkenart ist Cirrostratus,
    eine hohe Eiswolkenart mit einer Höhe von über 7000m.
    Es ist der typische Vorbote einer Wetterverschlechterung, der im Winterhalbjahr meist
    eine Milderung mit Regen und Tauwetter folgt.

    In der Nacht zum 31. Dezember fiel ab 23 Uhr vor der Front 8 cm Schnee, bevor mit Frontdurchgang
    ab ca. 2.30 Uhr der Schneefall in Eisregen überging, bald nachliess
    und die Temperatur zu steigen begann.

    Diesen Vorgang möchte ich nun hier etwas genauer erläutern:

    Weil die vorrückende wärmere Luft leichter ist als die vorhandene alte Kaltluft,
    schiebt sich die Warmluft zunächst in grosser Höhe über die Kaltluftschicht und verdrängt diese
    allmählich von oben her.
    Die ersten hohen Cirren (einzelnes Bild), später Cirrostratuswolken ( obige beide Bilder ) können
    der eigentlichen Front ohne weiteres 400 - 500 km vorauseilen.
    Die Sonne/der Mond scheint meist noch diffus durch.

    Folgendes Infrarot - Satellitenbild von 20.30 Uhr MEZ zeigt schön diesen weit vorauseilenden
    hohen Wolkenschirm,
    der über Mitteleuropa nach Osten zieht (etwa Bildmitte rechts oben):


    Die Wolkenhöhe sinkt danach allmählich ab, dem Cirrostratus folgt bald Altostratusbewölkung
    (mittelhohe Schichtwolkenart, schon aus Wassertröpfchen bestehend),
    der Himmel ist nun "dicht" ohne sichtbare Sonne/Mond.

    In Frontnähe beginnt dann der Niederschlag und es überdeckt tiefer Nimbostratus,
    die typische Wolkenart bei Niederschlag, den gesamten Himmel.
    Liegt die Temperatur in der gesamten "Fallhöhe" des Niederschlags unter oder um Null Grad,
    fällt bis zum Boden erst Schnee ( wie im vorliegenden Fall).

    Zwischen dem Cirrostratusaufzug wie auf den beiden Bildern und dem einsetzenden Niederschlag
    können durchaus 3 - 6 Stunden liegen, hier waren es sogar ca. 6,5 Stunden.
    Schiebt sich später in der Höhe eine schon positiv temperierte Luftschicht (>0 Grad) dazwischen,
    aber in Bodennähe herrscht noch Frost, gibt´s unterkühlten Regen, der sofort anfriert
    (Eisregen, Glatteis).
    Wenn die wärmere Luft schliesslich den Boden erreicht hat, erfolgt der Frontdurchgang, die Bodenfront.
    Nun steigt meist auch in Bodennähe die Temperatur über Null Grad (wie im vorliegenden Fall).
    Mit der Temperaturänderung dreht auch der Wind und der Niederschlag lässt bald nach.

    Unter "Archiv" können die Stationsmesswerte dieses lehrbuchmässig abgelaufenen Frontendurchganges
    bei "30.Dezember 2005" und bei "31.Dezember 2005" begutachtet werden.
    Der oben beschriebene Niederschlagsverlauf, das Verhalten der Temperatur und des Windes vor,
    während und nach der Bodenfront (ca. 2.30 Uhr MEZ) kann hier sehr gut abgelesen werden.



    Anrennen von milderer Luft gegen grossen "Kaltluftblock" -
    Auflösung einer Front / "maskierte Kaltfront":

    Am Abend des 11.Januar 2006 näherte sich von Nordwesten eine Kaltfront.
    Sie schickte sich an, die vorhandene Inversion,
    d.h. eine hier lagernde, sehr stark ausgekühlte Grundschicht (Dauerfrost bis ca. 700mNN)
    und eine darüber liegende warme Luftschicht (Temps bis +4°C oberhalb von 700mNN) wegzuräumen.

    Wieder begann Cirrostratus, wie in der ersten Doku beschrieben, den Himmel zu bedecken.

    Folgendes Satellitenbild von 23.30 Uhr MEZ zeigt dies schön (von der Bildmitte ausgehend nach
    rechts oben verlaufendes Wolkenband):


    Der Niederschlag hatte zu dieser Zeit unseren Raum noch nicht erreicht,
    jedoch gab es in einem Streifen quer über Deutschland zu dieser Zeit schon Eisregen.
    Der Niederschlag fiel dort als Regen, weil, wie in der ersten Doku beschrieben,
    eine Luftschicht in der Höhe eine Temperatur über Null Grad aufwies.
    Der von oben in diese Schicht hereinfallende Schnee taute und fiel als Regen dann wieder
    in die darunterliegende Frostschicht, wo er am Boden sofort anfror (Glatteis).

    Das folgende Niederschlagsradar-Bild von 23.45 Uhr MEZ zeigt dieses Niederschlagsgebiet:


    Bei der Weiterverlagerung dieses Tiefausläufers nach Südosten traf er auf eine immer dicker
    werdende Kaltluftschicht, seine Energie wurde zunehmend aufgezehrt.
    Da seine in der Höhe mitgeführte Warmluft langsam abkühlte und bald Werte unter null Grad aufwies,
    verwandelte sich der Regen, der das Glatteis im Nordwesten verursachte, um in Schnee.

    In Bodennähe wurde es mit der neuen Luftmasse etwas milder,
    daher rührt der Name "maskierte Kaltfront".
    Es handelt sich zwar auch um Kaltluft, die frisch einfliesst, sie ist aber am Boden etwas milder
    als die alte Kaltluft.
    Dafür ist die Inversion weggeräumt, mit zunehmender Höhe wird es wieder kälter ("Normalzustand)".

    Allerdings wirkte sich im vorliegenden Fall die nach Südosten zu immer dicker
    werdende alte Kaltluftschicht auch auf die neue Luftmasse aus:
    Sie wurde immer kälter, die Energie der neuen Luftmasse war bald aufgezehrt.
    Durch den fehlenden Temperaturgegensatz schwächte daher sich nun auch der Niederschlag ab.

    So geschah es auch hier: Um ca. 2.00 Uhr MEZ des nächsten Morgens fiel erst Regen mit Glatteisbildung,
    aber schon bald darauf Eiskügelchen und Schnee.

    Folgendes Radarbild zeigt die Lage des Niederschlagsbandes um 3.00 Uhr MEZ:


    Bis gegen Morgen schneite es noch leicht weiter, es kam eine Schneehöhe von 2 cm zusammen.
    Schon vormittags blieb´s bereits trocken.

    Der Tiefausläufer war zum Stillstand gekommen und löste sich nun an Ort und Stelle auf.

    Folgendes Satellitenbild von 10.30 Uhr MEZ zeigt deutlich, dass er kaum noch vorangekommen ist
    und schon deutliche Auflösungserscheinungen zeigt (blaue Pfeile= Zugrichtung):


    Auf dem Niederschlagsradar war zu diesem Zeitpunkt kaum noch Niederschlag zu sehen:


    Die "alte" Kaltluftschicht hatte sozusagen gegen die vordringende neue Luftmasse "gewonnen".

    Unter "Archiv" können die Stationsmesswerte dieses Wettergeschehens bei
    "11.Januar 2006" und bei "12.Januar 2006" begutachtet werden.

    Zusammenfassung:
    Gerade im Winter braucht es entweder mehrere "Anläufe" von Tiefausläufern
    oder wie im ersten Dokubeispiel geschehen, einen starken,
    von viel Wind (Bewegungsenergie) begleiteten Ausläufer,
    um eine Winterwetterlage zu beenden.

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    AKTUELLES THEMA:

    Klimawandel - Klimaveränderung und "Globale Erwärmung"


    Das Klima

    Als Klima bezeichnet man den durchschnittlichen Zustand der Erdatmosphäre
    (Lufthülle der Erde) an einem bestimmten Ort.
    Jeder Ort auf der Erde hat einen bestimmten "Wettertyp".

    Klima ist der Mittelwert aller Wetterzustände über einem relativ langen Zeitraum hinweg,
    es ist der durchschnittliche Wetterablauf einer bestimmten Gegend.
    Ein in der Klimaforschung häufig verwendeter Zeitraum ist zum Beispiel 30 Jahre.

    Das im Jahresverlauf sich immer wieder in etwa wiederholende Wetter prägt das Gesicht der Erdoberfläche.
    Zum Beispiel erzeugt langandauernde Hitze und Trockenheit eine wüstenhafte Landschaft:

    Wüstenlandschaft

    Regelmäßiger Regen dagegen sorgt für Lebewesen und Pflanzenvorkommen:

    Pflanzenvielfalt im gemässigten Klima

    Es ergeben sich somit verschiedene "Klimazonen".

    Doch Klima darf nicht mit Wetter gleichgesetzt werden:
    Als Wetter bezeichnet man den aktuellen Zustand der Atmosphäre, zum Beispiel Regenwetter,
    Sturm oder Sonnenschein an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit.
    Das was man sieht, wenn man zum Fenster hinausschaut, bezeichnet man als Wetter.

    Eine schützende Decke: Die Lufthülle der Erde

    Der Grund, dass wir überhaupt auf der Erde leben können, ist die Tatsache,
    dass unsere Erde eine "Decke" besitzt, die uns sozusagen wärmt: Die Atmosphäre.

    Unsere Erde
    Unsere Erde

    Ohne ihre Atmosphäre wäre es nachts bitterkalt und tagsüber herrschte eine Gluthitze,
    wie zum Beispiel auf dem Mars.
    Der Mars besitzt nur eine ganz dünne, wenig schützende Lufthülle.

    Die Erde kann man zusammen mit ihrer Lufthülle auch als großes Treibhaus bezeichnen.
    In einem Treibhaus ist es schön warm, weil die Sonnenstrahlen
    durch das Glas scheinen und die Luft im Treibhaus erwärmen.
    Die Wärme ist sozusagen im Treibhaus "gefangen" und kann nur schwer wieder hinaus.

    So ähnlich wirkt auch die Lufthülle der Erde. Sie besteht aus verschiedenen Gasen.
    Das sind zu 78% Stickstoff und 21% Sauerstoff.
    Das restliche eine Prozent teilen sich verschiedene Gase
    wie z.B. Kohlendioxid, Neon, Helium, Methan oder Wasserstoff.

    Kohlendioxid (chemisch CO2) gehört zu den Gasen, die wie das Glas des Treibhauses wirken,
    auch Methan oder Wasserstoff gehören dazu.
    Das sind alles sogenannte "Treibhausgase".

    Klimawandel

    Der Begriff Klimawandel steht für "Klimaveränderung"
    und für den relativ neuen Begriff "Globale Erwärmung".

    Klimaveränderung bezeichnet eine Veränderung des Klimas auf der Erde
    über einen sehr langen Zeitraum.
    Denn seit der Entstehung der Erde verändert sich das Klima ständig.
    Dies wird durch natürliche Einflüsse wie zum Beispiel Veränderungen der Sonneneinstrahlung,
    Verschiebung der Kontinente oder Vulkanismus hervorgerufen.

    Vulkanausbruch (natürliche Luftverschmutzung)
    Vulkanausbruch (natürliche Luftverschmutzung)

    Globale Erwärmung dagegen bezeichnet eine menschengemachte Klimaveränderung.
    Es ist der während der vergangenen Jahrzehnte beobachtete allmähliche Anstieg
    der Durchschnittstemperatur von Lufthülle und der Meere.

    Industrieabgase (menschengemachte Luftverschmutzung)
    Industrieabgase (menschengemachte Luftverschmutzung)

    Zwischen 1906 und 2005 hat sich die durchschnittliche Lufttemperatur in Bodennähe um 0,74°C erhöht.
    Das Jahrzehnt von 2000 bis 2009 war mit Abstand das wärmste je gemessene,
    gefolgt von den 1990er Jahren, die wiederum wärmer waren als die 1980er Jahre.

    Durchschnittliche Abweichung vom globalen Temperaturmittel in den letzten 160 Jahren
    Die durchschnittliche Abweichung vom globalen Temperaturmittel in den letzten 160 Jahren


    Ursachen der globalen Erwärmung

    Früher herrschte ein relatives Gleichgewicht zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch von Kohlendioxid.
    Bäume oder Pflanzen wandeln Kohlendioxid unter anderem in Sauerstoff um.
    Sauerstoff brauchen Menschen und Tiere für ihren Körper und atmen ihn ein.
    Anschließend atmen sie wieder Kohlendioxid aus, was wieder der Pflanzenwelt zugute kommt.

    Die Hauptursache für die steigende Temperatur liegt in der Verstärkung
    des Treibhauseffektes durch menschliches Einwirken:

    Denn heute wird viel Erdöl, Erdgas oder Kohle verbrannt,
    was eine Unmenge zusätzlichen Kohlendioxids in der Lufthülle erzeugt.
    Diese riesige Menge trägt stark dazu bei, dass es auf der Erde immer wärmer wird,
    sozusagen ein menschengemachter Treibhauseffekt.

    Doch es gibt auch noch eine Reihe weitere Ursachen, zum Beispiel:

    - Die großflächige Entwaldung: Nicht mehr so viel Kohlendioxid wird in Sauerstoff umgewandelt.

    - Zunehmende Land- und Viehwirtschaft: Anreicherung der Atmosphäre mit anderen Treibhausgasen,
       wie zum Beispiel Methan ( Faulgas, Verrottungsgas ).

    Ursachenauswahl der Globalen Erderwärmung
    Eine Ursachenauswahl der Globalen Erderwärmung


    Mögliche Folgen des vom Menschen gemachten Klimawandels
    (globale Erwärmung)

    Bis zum Jahr 2100 wird wissenschaftlichen Klimamodellen zufolge eine durchschnittliche
    Erwärmung der Atmosphäre zwischen 1,1 und 6,4°C erwartet.
    Dies ist natürlich abhängig vom zukünftigen Treibhausgasausstoß.

    Damit wäre eine Vielzahl von Folgen für die Menschheit verbunden:

    - In den Gebirgen schmelzen die Gletscher ab, dies wäre in trockeneren Gebieten nachteilig für die
       Wasserversorgung der Landwirtschaft. In Kenia zum Beispiel leben Bauern am Fuße des
       Kilimandscharo, deren Landwirtschaft vom Schmelzwasser des Schnees am Gipfel versorgt wird.
       Fehlt das Gletscherwasser, weil das Gletschereis abgetaut ist,
       könnten sie keine Nutzpflanzen mehr anbauen.

    Vergleichsbild ein- und desselben Ortes - der vormals grosse Gletscher ist völlig verschwunden!
    Vergleichsbild ein- und desselben Ortes - der vormals grosse Gletscher ist völlig verschwunden!

    - Sich ausbreitende Dürren: Mehr Hitzewellen und deutlich weniger Niederschläge vergrößern die
       Wüstenflächen auf der Erde.

    - Steigende Meeresspiegel: Abschmelzendes Eis in den Polregionen der Erde könnte den Meeresspiegel
       den wissenschaftlichen Klimamodellen zufolge bis 2100 um 19 - 58 cm ansteigen lassen.
       Tiefgelegene, küstennahe Regionen wären somit gefährdet.

    - Wetterextreme nehmen zu: Durch die stärker erwärmte Atmosphäre wäre mehr Energie vorhanden,
       die zur Häufung heftiger Niederschläge (Schwergewitter, Hagel), Stürmen (Tornados, Hurrikans)
       oder zu Hitzewellen führen kann. Dies würde zu großen wirtschaftlichen Schäden führen.

    Ein grfährlicher Hurrican vom All aus fotografiert
    Ein gefährlicher Hurrican vom All aus fotografiert


    Was kann getan werden, dass es nicht so weit kommt?

    Jeder Mensch kann etwas dafür tun, dass weniger Treibhausgase entstehen.
    Man kann zum Beispiel öfters mal das Auto stehen lassen, weniger Müll erzeugen oder
    umweltfreundlichere Produkte kaufen.

    Auf Klimakonferenzen wie in Kopenhagen (Dezember 2009) versucht man sich darüber einig zu werden,
    wie man die menschengemachte Erwärmung in Zukunft begrenzen kann.
    Mittlerweile liegt ein erster offizieller Entwurf vor,
    der eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 bis 2,0°C vorsieht.

    Dies kann zum Beispiel dadurch erreicht werden:

    - Sonnenenergie, Wind oder Meereswellen zur Stromerzeugung nutzen:
       Diese Stromgewinnung erzeugt keine klimaschädlichen Treibhausgase.
       Es muss zur Stromerzeugung nichts verbrannt werden.

    - Begrenzung der Rodung großer Waldflächen: Mehr Bäume können natürlich mehr schädliches
       Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln.

    - Begrenzung des Abgasausstoßes von Fahrzeugen oder der Industrie.

    - Reduzierung des Mülls, zum Beispiel Herstellung von Waren mit weniger Verpackung.
       Dadurch muss weniger Müll entsorgt und verbrannt werden.



    Quellen:

    - www.wetteronline.de
    - www.wikipedia.de
    - Rhein-Neckar-Zeitung vom 30.11.2009, Seite 16
    - WMO-Klimabericht 2007 (www.wcrp.wmo.int)
       (WMO = World Meteorological Organization, eine weltweite Fachorganisation für Meteorologie
       der Vereinten Nationen. Sie überwacht den Zustand der Atmosphäre und somit das Klima
       auf der Erde und beruft Klimakonferenzen ein.)


    (c)celine.sonntag
    Dies ist eine leicht abgeänderte und erweiterte Fassung eines Aufsatzes zum Thema Klimawandel der 7. Klasse.
    Kopieren und Vervielfältigen dieses Aufsatzes nur nach Rücksprache (--> Mail oder Impressum). Danke!



    Anmerkungen:

    Nach der Lektüre dieses Aufsatzes ergeben sich natürlich Fragen wie diese:

    Gibt es bei uns in Deutschland in fernerer Zukunft kein Schnee mehr im Winter?

    Doch, auch in 100 Jahren wird es im Winter in allen Gebieten Deutschlands noch schneien,
    nur nicht mehr so häufig wie heute
    (natürlich vorausgesetzt, der Klimawandel setzt sich in dem Umfang fort wie bisher).

    Warum war trotz "Klimawandels" der  Winter 2009/2010  besonders
    in Norddeutschland so lang, kalt und schneereich?

    Dieser schneereiche und kalte Winter 2009/2010 ist kein Zeichen dafür, dass der Klimawandel aufhört.
    Im Gegenteil: Der Januar 2010 war global (weltweit) gesehen sogar
    der viertwärmste Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
    (Land- und Wasseroberflächentemperaturen, Quelle: NOAA, s.u.).
    Unter www.ncdc.noaa.gov kann der Verlauf der weltweiten Januar-Temperaturabweichungen
    von 1880 bis 2010 betrachtet werden.
    Weitere NOAA-Klimainformationen, Diagramme und Messwerte findet man hier.

    Zwar hat sich die Geschwindigkeit der Erwärmung deutlich abgeschwächt
    (wahrscheinlich durch die aktuell geringere Sonnenaktivität und somit weniger Einstrahlung),
    doch herrscht langfristig weiterhin ein Erwärmungsprozess.
    Das heisst aber nicht, dass es wie aktuell geschehen, auch mal kühler werden kann.

    Gibt es durch den Ausbruch des isländischen Vulkans "Eyjafjallajökull"
    im April 2010 bei uns nun kälteres Wetter?

    Wegen der begrenzten Höhe der Rauch- und Aschesäule hat der Vulkanausbruch
    wohl keine grossen Auswirkungen auf die Temperaturen und das Wetter.
    Im Moment der grössten Aktivität von Eyjafjallayökull reichte die Aschewolke
    in der Nähe des Vulkans zum Teil bis maximal 10 km hoch.
    Sie durchstiess aber dabei noch nicht die Tropopause (Grenze der untersten Schicht der Atmosphäre,
    in der sich das Wettergeschehen abspielt).
    So können die Ascheteilchen sich allmählich langsam absenken
    oder durch Regen aus der Luft "gewaschen" werden.

    Würde nun der Vulkan aktiver und die Wolke bis in grössere Höhen vordringen,
    so erreichte sie die Stratosphäre (nächste Schicht der Atmosphäre).
    Der Staub würde sich nun horizontal schnell um den Erdball verteilen,
    vorerst kaum absinken und die Sonneneinstrahlung vermindern.
    Dies würde das Klima für ein paar Jahre beeinflussen (weltweite Abkühlung der Lufthülle).
    Ein Beispiel ist der zweitstärkste Ausbruch der Neuzeit, der des Vulkans Krakatau in Indonesien im Jahre 1883.
    Die Asche wurde in Höhe bis zu 50 km in die Stratosphäre hochgeschleudert,
    diese Partikel verteilten sich um die Erde und dämpften die Sonneneinstrahlung auf der Erde.
    Die weltweite Durchschnittstemperatur sank in den darauffolgenden Jahren um bis zu 0.8 Grad ab,
    dies führte zu Missernten.
    Mehr dazu siehe im Bericht weiter unten: Vulkanasche über Deutschland im April 2010!


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    EINZELTHEMEN:

    Vulkanasche über Deutschland im April 2010

    Nach dem Ausbruch des isländischen Gletschervulkans "Eyjafjallajökull" ab dem
    14. April 2010 zog seine Aschewolke zeitweise auch über unser Gebiet.
    Sie hatte eine Höhe von 3 - 6 km, teils auch bis 10 km
    und bewegte sich mit der herrschenden Höhenströmung von Nordwest nach Südost.

    Tagsüber sah man ausser einem vielleicht etwas milchigem Himmel nicht viel davon.
    Doch kurz vor bis kurz nach Sonnenuntergang waren die Farben des Himmels
    durch die Aschepartikel anders als sonst - viel farbenreicher.
    Die Sonnenstrahlen wurden stärker reflektiert und gebrochen.

    Hier sind 2 Bilder vom Sonnenuntergang am 16.04.2010 hier an der Station:

    Sonnenuntergang 16.04.2010

    Sonnenuntergang 16.04.2010

    Durch eine stramme nordwestliche Höhenströmung (5 - 10 km Höhe) wurde die Partikelwolke
    rasch Richtung Mitteleuropa transportiert.

    Die folgende Simulation für die Höhe von ca. 5 km zeigt dies
    (grosse Datei, kann etwas Ladezeit benötigen!), Quelle: db.eurad.uni-koeln.de:

    SIMULATION 5 KM HÖHE:
    Feinstaubsimulation April 2010 für ca. 5 km Höhe

    Aktuelle Feinstaubprognose - Simulationen für verschiedene Höhen gibt´s hier!

    Auf folgendem Satellitenbild vom 16. April 2010 erkennt man die Aschewolke (bräunliche Farbe),
    die sich Richtung Mitteleuropa bewegte (Bildquelle: wetteronline.de):

    Satellitenbild Vulkanstaub

    Hier sieht man die Aschewolke direkt am Vulkan, in der Bildmitte die ausfallende Asche
    (Bildquelle: wetteronline.de):

    Aschewolke am Vulkan

    Livebilder des Eyjafjallayökull - Gletschervulkans können hier abgerufen werden.
    (Vielen Dank an www.bildersammlung.ch für die Aufbereitung und Zurverfügungstellung der Webcambilder!)

    Ein Livebild des grösseren Nachbarvulkans, der Katla, gibt´s hier.

    Der Flugverkehr mit Turbinenflugzeugen wurde in grossen Teilen Westeuropas,
    in Mittel- und Nordeuropa von Freitag, 16. April bis Montag, 19. April 2010 komplett eingestellt.
    Dies hat es in diesem Umfang in der modernen Fliegerei noch nicht gegeben.
    Der Himmel über uns war komplett frei von Kondensstreifen, nirgends war ein Passagierflugzeug zu sehen.
    Normalerweise sind zu fast jeder Zeit (ausser in der 2. Nachthälfte) immer einige Flugzeuge zu sehen.

    Die sehr feinen, aber glasartig harten Partikel der Vulkanasche können die Turbinen gelangen,
    darin zerschmelzen und sich durch Erhärtung in den Triebwerksteilen ablagern.
    Schlimmstenfalls kann dies zu einem Triebwerksausfall führen.

    Wegen der begrenzten Höhe der Rauch- und Aschesäule hat der Vulkanausbruch
    wohl keine grossen Auswirkungen auf die Temperaturen und das Wetter.
    Im Moment der grössten Aktivität von Eyjafjallayökull reichte die Aschewolke
    in der Nähe des Vulkans zum Teil bis maximal 10 km hoch.
    Sie durchstiess aber dabei noch nicht die Tropopause (Grenze der untersten Schicht der Atmosphäre,
    in der sich das Wettergeschehen abspielt).
    So können die Ascheteilchen sich allmählich langsam absenken
    oder durch Regen aus der Luft "gewaschen" werden.

    Würde nun der Vulkan noch aktiver und die Wolke bis in grössere Höhen vordringen,
    so erreichte sie die Stratosphäre (nächste Schicht der Atmosphäre).
    Der Staub würde sich nun horizontal schnell um den Erdball verteilen,
    kaum absinken und die Sonneneinstrahlung vermindern.
    Dies würde das Klima für ein paar Jahre beeinflussen (weltweite Abkühlung der Lufthülle).
    Ein Beispiel ist der stärkste Vulkanausbruch der neueren Zeit,
    der des Pinatubo auf Sumbara/Indonesien im Jahre 1815.
    Damals wurde die Asche bis zu 70 km hochgeschleudert,
    eine Aschemenge von ca. 100 Quadratkilometern (100 Mrd. qm) wurde freigesetzt.
    Diese Partikel dämpften die Sonneneinstrahlung auf der Erde.
    Im darauffolgenden Jahr, dem sogenannten "Jahr ohne Sommer" gab es weltweit Missernten.
    Beim zweitstärksten Ausbruch der Neuzeit, der des Vulkans Krakatau in Indonesien im Jahre 1883
    wurde ca. 18 Quadratkilometer (18 Mrd. qm) Asche ausgestossen.
    Die weltweite Durchschnittstemperatur sank in den darauffolgenden Jahren um bis zu 0.8 Grad ab,
    dies führte ebenfalls zu Missernten.
    Im Gegensatz zu diesen Katastrophen ist der derzeitige Vulkanausbruch mit einem Ascheausstoss
    von einem Volumen im mittleren zweistelligen Mio - qm - Bereich (Stand 20. April 2010) verhältnismässig schwach,
    was kaum zu Klimaänderungen führen dürfte (s.o.).

    Isländische Experten befürchten nun, dass auch der Nachbarvulkan von Eyjafjallayökull,
    die Katla, ausbrechen könnte. Sie ist deutlich grösser als ihr Nachbar.
    Doch dies ist noch keinesfalls sicher.

    Ab dem 21. April mittags wurde der Flugverkehr wieder in vollem Umfang aufgenommen,
    da die Aktivität von Eyjafjallayökull sich deutlich abgeschwächt hat
    und die Aschewolke nach Osten und Südosten abgezogen ist.


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    Der Winter 2009/2010 - mal wieder schneereich und lang

    Nach einem Herbst und einem Frühwinter, in denen nur selten Nachtfrost auftrat,
    erreichte uns am 11. Dezember 2009 von Nordosten her arktische Kaltluft.

    Es gab tagsüber zunehmend Dauerfrost,
    um den 19./20. Dezember herum trat strenger Nachtfrost bis zu - 15 Grad auf.
    Selbst tagsüber stieg die Temperatur am 19. nur selten über - 10 Grad!
    Dazu schneite es am 20./21. Dezember und eine Schneedecke von 5 cm bedeckte die Region.

    Doch wie so oft (bei uns im Mittel zu 70 Prozent) unterbrach
    das sogenannte Weihnachtstauwetter die frostige Phase.
    Pünktlich am 23. Dezember setzte sich mildere Luft bis zum Nordrand
    der Mittelgebirge durch und liess die Temperaturen ansteigen.
    Zeitweiliger Regen sorgte zudem für das rasche Abschmelzen der Schneedecke.
    Ab dem 24. Dezember blieb es bei uns nasskalt bis mild.

    Doch wie schon erwähnt, blieb die kalte Luft relativ nahe über Nordosteuropa liegen.
    Die Grosswetterlage liess es nicht zu, dass die mildere Luft weiter nach Nordosten vordringen konnte.
    So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Kaltluft erneut einen "Anlauf" nach Südwesten startete.

    Dies geschah hier zum 1. Januar 2010, als ein letztes Atlantiktief
    über unser Gebiet nach Osten abzog und so der Weg für die Kaltluft erneut frei wurde.

    Temperaturverlauf an der Wetterstation Billigheim-Allfeld im Januar 2010

    Bis zum 3. Januar gab es dann auch 6 cm Neuschnee.

    Zwischen dem 8. und 10. Januar 2010 sorgte ein Mittelmeertief für noch mehr Neuschnee,
    am 13. Januar lag schon 13 cm Schnee.
    Die Bodenwetterkarte vom 08. Januar 2010 (Quelle: DWD) zeigt schön,
    wie das Mittelmeertief in der Höhe milde Luft auf die Kaltluft führte.
    Dies erzeugte die verbreiteten Schneefälle.
    Bodenwetterkarte vom 08. Januar 2010 , 13 Uhr

    Auf untenstehendem Satellitenbild vom 08.01.2010 (Quelle: Eumetsat/DWD) ist die Aufgleitbewölkung durch Schattenwurf schön zu sehen:

    Satellitenbild (sichtbarer Spektralbereich) vom 08. Januar 2010 , 10.30 Uhr

    Zwischen dem Hoch, das die kalte Luft aus Nordosten zu uns lenkte
    und dem Mittelmeertief herrschte ein kräftiger Nordostwind.
    In Nordostdeutschland erreichten die Böen Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h,
    was natürlich zu meterhohen Schneeverwehungen führte.
    Mancherorts an der Ostseeküste wurde sogar Katastrophenalarm ausgelöst.
    Dort lag schon seit Mitte Dezember eine geschlossene Schneedecke,
    die sich im Gegensatz zu unserer Region dort bei anhaltendem Frost immer weiter erhöhen konnte.

    Zum 17. Januar erreichte uns wieder mildere Luft, die den Schnee bis auf wenige Reste abtauen liess.
    Doch sie blieb erneut nur wenig nordöstlich unseres Gebietes "stecken"
    und biss sich die Zähne an der dort liegenden Kaltluft aus.
    Wenige Tage später überflutete die kalte Luft unsere Region aufs Neue.
    Schneefall liess bei leichtem Dauerfrost und zum Teil strengem Nachtfrost
    nicht lange auf sich warten: Am 25. Januar lag 6 cm Schnee, am 28. Januar schon 13 cm.

    Anschliessend kam´s "knüppeldick":
    Am 29. Januar lagen hier an der Station abends schon 27 cm, nachdem oberhalb einer Schneefallgrenze
    von 150 - 200 mNN Dauerschneefall zu enormen Schneemassen führte.
    Unterhalb von 150 mNN blieb es bei Regen oder Schneeregen nur nass und schneefrei.

    Die Bodenwetterkarte (Quelle: DWD) vom 29. Januar 2010 , 19 Uhr
    zeigt den massiven Vorstoss maritimer Kaltluft direkt vom Nordmeer:

    Bodenwetterkarte vom 29. Januar 2010 , 19 Uhr

    Weiterer Schneefall erhöhte die Schneedecke hier an der Station
    auf "rekordverdächtige" 36 cm am Morgen des 2. Februar !
    (Anm.: Der bisherige Stationsrekord liegt bei 38 cm, gemessen am Abend des 24.12.2001.)

    Viel Neuschnee um die Station Anfang Februar 2010

    Ganz Deutschland lag zu diesem Zeitpunkt unter einer geschlossenen Schneedecke,
    dies kommt relativ selten vor (Quelle: www.wetteronline.de):

    Schneehöhen in cm in Deutschland am 01. Februar 2010

    In Teilen Nord- und Nordostdeutschlands summierten sich die Schneehöhen
    mittlerweile bis zu knapp einem halben Meter,
    dazu gab es erhebliche Verwehungen.
    Chaotische Verhältnisse waren dort natürlich die Folge.

    Nach ein paar nasskalten Tagen, an denen hier an der Station die Schneedecke bis auf 7 cm zusammenschmolz,
    kam ab 7. Februar die Kaltluft erneut zum Zuge und sorgte für Dauerfrost und bald auch für Schnee.
    Am 13. Februar lagen schon wieder 14 cm.

    Das Auf und Ab der Temperaturen im Februar ging weiter:

    Temperaturverlauf an der Wetterstation Billigheim-Allfeld im Februar 2010

    Ab 21. Februar folgte eine längere Tauwetterphase,
    auch in Norddeutschland wurde es nun erstmals milder.

    Ende Februar folgte der Durchzug des Orkantiefs "Xynthia" ,
    auf dessen Vorderseite besonders milde Luft zu uns strömte.

    Nach Abzug dieser Orkanzyklone wurde der Weg für Kaltluft aus dem Norden frei,
    sodass sich ab Anfang März die Grosswetterlage nochmals auf Winter umstellen konnte:

    Temperaturverlauf an der Wetterstation Billigheim-Allfeld im März 2010

    Eine trockene arktische Luftmasse brachte für die schon fortgeschrittene Jahreszeit strenge Nachtfröste
    und tagsüber Temperaturen von nur um Null Grad auch in den Flusstälern.

    Tief Yve, das am 5. März in diese Kaltluft hineinwanderte
    und unser Gebiet von Nord nach Süd überquerte,
    hinterliess 17 cm Neuschnee am Morgen des 6. März.

    Auf "Yves" Weg vom Nordatlantik (4. März) bis Mitteleuropa (6. März) konnte die Luft viel Feuchte aufnehmen,
    was beim Aufgleiten auf die alte Kaltluft starke Schneefälle zur Folge hatte.
    Die folgende Bodenwetterkarte vom 06. März 2010 , 01 Uhr macht dies deutlich (Quelle:DWD):

    Bodenwetterkarte vom 06. März 2010 , 01 Uhr: Der Weg des Schneetiefs

    Wo es beim Durchzug von "Yve" geschneit hatte, sieht man auf dem folgenden Satellitenbild sehr gut:
    Besonders im östlichen Deutschland war eine scharf ausgeprägte Schneegrenze zu sehen,
    die beim Vorbeizug der Schneewolken nach Südosten entstand (Quelle: NOAA).
    Hinweis: Ein Klick ins Bild öffnet eine hochaufgelöste Darstellung des Bildes!

    NOAA-Satbild vom 07. März 2010 - Ein Klick ins Bild öffnet eine hochaufgelöste Darstellung. Dort dann nochmals klicken!

    Der Schnee wurde in der Folgewoche aufgrund der schon starken Märzsonne teils aufgezehrt,
    doch hielt sich der winterliche Eindruck, da um den 9. März starker,
    eisiger Nordostwind in ganz Deutschland zu massiven Schneeverwehungen führte.

    Erst ab dem 14. März setzte eine deutliche, nachhaltige Milderung ein.
    Durch eine starke Südwestströmung wurde nun die Kaltluft
    endgültig weit nach Nordosten Richtung Ural abgedrängt.
    Der Schnee hier schmolz bis zum 16. März ab, doch einzelne Schneewächten
    waren teils noch bis zum 24. März anzutreffen.

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    Mammatuswolken am Rande von Gewittern (17. Mai 2009):

    Am Nachmittag und Abend des 17. Mai 2009 kam es weit verbreitet zu schweren Gewittern,
    zum Teil auch zu Hagelunwettern (Bayern, Sachsen).
    Unsere Region wurde nur davon gestreift,
    sodass wir die Randbereiche der Gewitterwolken zu sehen bekamen.
    Dort hatten sich abends sehr schön ausgeprägte sogenannte "Mammatuswolken" gebildet.

    Mammatuswolken 17.05.2009

    Die beutelartigen Ausbuchtungen an der Seite der Gewitterwolke bestehen aus ausfallendem Niederschlag,
    der jedoch von massiven Aufwinden am Fallen gehindert wird.
    Mammatuswolken entstehen ausschliesslich nur an Schauer- oder Gewitterwolken.

    Mammatuswolken 17.05.2009

    Das untere Bild zeigt schöne, von der Sonne angestrahlte Mammatuswolken
    am Rande eines Aprilschauers (01.04.2010), etwa untere Bildmitte:

    Von der Sonne angestrahlte Mammatuswolken an einem Aprilschauer

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    Orkantief "Gerda" - Eine kurze Auswertung:

    Am Montagabend, den 12.01.2004 "rauschte" das Orkanrandtief "Gerda" über die Mitte Deutschlands
    nach Osten.
    Es gab z.T. orkanartige Böen, in der weiteren Umgebung und im Bergland z.T. auch vollen Orkan!

    Einige Beispiele:
    Feldberg/Schw.: 169 km/h
    Öhringen: 119 km/h
    Karlsruhe: 108 km/h
    Niederstetten: 104 km/h
    Michelstadt: 96 km/h

    Mehr zu "Gerda" unter sturmgerda.htm!

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    Orkantief "Kyrill" am 18. Januar 2007:

    Am 17. Januar 2007 um 01 Uhr morgens lag vor Neufundland
    (Nordamerika) ein sich entwickelndes Tief,
    das sich mit einer strammen West-Ost-Strömung
    über den Atlantik Richtung Europa bewegte.
    18 Stunden später lag es schon 2000 km weiter mitten auf dem Atlantik
    und hatte den Namen "Kyrill" erhalten.
    Die nächsten 2000 km legte Kyrill in nur 12 Stunden zurück
    und lag am 18. Januar morgens um 07 Uhr nur noch 500 km westlich von England.
    Sein Orkanfeld nahm Kurs auf Mitteleuropa,
    dieses erreichte uns am Abend mit voller Wucht.
    Kyrill lag dabei um 19 Uhr vor Südschweden und raste rasch weiter nach Osten.

    Die folgende Satellitenbilder-Animation macht die gefährliche Dynamik dieses Orkans deutlich.
    Der Film beginnt am 18.01.2007 um 01 Uhr und
    endet am 19.01.2007 um 01 Uhr Mitteleuropäischer Zeit.
    Die gelb umrandete Fläche ist Deutschland.

    Animation des Durchzugs von Orkantief Kyrill am 18.01.2007

    Hier an der Station habe ich zwischen 20.30 und 21 Uhr MEZ ein 10-Sekunden-Mittel
    von 27.4 m/sec. gemessen, das entspricht ca. 98 km/h oder Windstärke 10 bft.
    Meine 2. Station (Huger) hat um 20.32 Uhr eine Böe von 39.9 (!) m/sec. aus 238 Grad (SW) gemessen,
    das wäre voller Orkan mit über 140 km/h!

    Es gab viele Schäden in Deutschland, der Zugverkehr wurde komplett eingestellt.
    Abschliessend noch einige Spitzenböen in Deutschland:

    Wendelstein: 202 km/h
    Brocken: 198 km/h
    Feldberg/Schw.: 166 km/h
    Düsseldorf/Flugh.: 144 km/h
    Würzburg: 122 km/h
    Öhringen: 112 km/h
    Heidelberg: 100 km/h

    Eine sehr gute Analyse des Orkanereignisses kann hier nachgelesen werden.

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    Orkantief "Xynthia" am 28.02.2010:

    Durch das Orkantief "Xynthia" gab es hier an der Station stürmische Böen.
    Um 14.20 Uhr erreichte eine Böe aus Südwest eine Geschwindigkeit von 75.6 km/h.
    Dies entspricht Windstärke 9, also Sturm.
    Die Region um diese Wetterstation kam somit vergleichsweise "glimpflich" davon.
    So meldeten Öhringen 86 km/h, Waibstadt 94 km/h oder Niederstetten 83 km/h Spitzenböen.
    In Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Hessen "tobte" der Wind dagegen verbreitet mit
    Maximalböen zwischen 100 und 120 km/h, Spitzenreiter waren in RLP der Weinbiet mit 166 km/h
    und Idar-Oberstein mit 126 km/h. (Quelle: Wetteronline.de)

    In der folgenden Karte sind die Spitzenböen vom 28. Februar 2010
    in der Südhälfte Deutschlands dargestellt:

    Spitzenböen in km/h am 28. Februar 2010

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    Schneegebiete in Deutschland aus der Satellitenperspektive:

    Am 1.Dezember 2005, einem bis aufs Alpenvorland
    verbreitet wolkenlosen Tag in Deutschland,
    konnte man auf dem hochaufgelösten Satellitenbild der NOAA-Serie
    sehr gut die schneebedeckten Gebiete erkennen.

    Blau umrandet erscheint unser Raum, der Punkt markiert Heilbronn.
    Gut zu sehen ist das schneefreie Unterland, weiter nördlich und östlich
    (Bauland, Odenwald, Franken) liegt Schnee.

    Gelb markiert ist der Schwarzwald und der rote Kreis markiert das Münsterland,
    in dem kurz zuvor im November 2005 ein "Schneechaos" herrschte.

    Der gesamte Süden und Südosten, also fast ganz Bayern,
    die Rhön, der Harz, Thüringer Wald, das Erzgebirge
    und die westlichen Mittelgebirge (Sauerland, Eifel, Westerwald, Taunus)
    lagen unter einer geschlossenen Schneedecke.
    Der Norden und Nordosten und die grossen Flusstäler (Rhein, Main) dagegen waren schneefrei.



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    POLARLICHTER!

    In der Nacht zum Freitag, den 31.Oktober 2003 und kaum 3 Wochen später, in der Nacht zum Donnerstag,
    den 20.November 2003, konnten hier eindrucksvolle Polarlichter beobachtet werden.

    Gelungene Fotos dieses Naturschauspiels gibt es z.B. auf astroclub-radebeul.de und auf wetter-foto.de .

    Die Sonne ist von Zeit zu Zeit aktiver als sonst und schickt dann starke energiereiche Strahlung ins All.
    In der oberen Erdatmosphäre ( Ionosphäre, ca. 100 - 400 km Höhe ) werden
    Stickstoff- und Sauerstoffteilchen durch diese von der Sonne stammenden Elektronen und Protonen
    beim Auftreffen zum Leuchten angeregt.
    Je nach Energiezustand werden dabei die verschiedensten Farbtöne erzeugt.

    Eine ausführlichere Erklärung dazu findet sich z.B. unter astronomy.meta.org.

    In unseren Breiten treten Polarlichter normalerweise nur etwa einmal pro Jahr auf,
    an den Polen gibt es dagegen bis zu 100 Polarlichtnächte im Jahr.
    Es lohnt sich aber durchaus, auch bei uns abends oder nachts bei klarem Himmel
    mal einen Blick nach oben zu werfen. Vielleicht wiederholt sich das nochmal...

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    Kälte und Hitze nah beieinander:

    Die späte extreme Frühjahrskältewelle im April 2003: Rekorde sind gefallen.
    Meine Messwerte der kältesten Nacht nachzulesen unter Kälterekord im April 2003.

    Nur 4 Wochen danach: Höchstwerte über + 30 o C. Tabelle unter Hochsommer Anfang Mai 2003.

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    DAS TROCKENE UND HEISSE JAHR 2003:

    Schon der Beginn des Jahres 2003, die Monate Februar und März
    waren in unserer Region ungewöhnlich trocken, fast extrem!

    Folgende zwei Diagramme zeigen den Temperaturverlauf, den Luftdruck und den gefallenen Niederschlag.

    (INFO: Tropfer und Wippe im Niederschlagsmesser (Ombrometer) haben jeweils eine gesonderte Diagrammzeile,
    dies rührt daher, dass der Tropfer für geringe Mengen Niederschlag besser geeignet ist als die Wippe,
    die ihrerseits grosse Mengen besser erfassen kann.)

    Februar 2003:
    Diagramm Feb. 2003: Temperatur, Luftdruck, Niederschlag

    März 2003:
    Diagramm März 2003: Temperatur, Luftdruck, Niederschlag

    Insgesamt fiel an meiner Station in den zwei Monaten nur 40.6 mm Niederschlag,
    weniger als die Hälfte des Durchschnitts in unserer Region.
    Im Einzelnen: Im Februar 23.8 mm an 6 Tagen, im März 16.8 mm an ebenfalls 7 Tagen.
    Somit waren insgesamt 46 Tage in dieser Zeit ganz ohne Niederschlag!

    Mehrere Hochdruck - Blockierungslagen hintereinander verhinderten das Eindringen
    der atlantischen Störungen von Westen her
    und sorgten so für die langen Trockenperioden in diesem Zeitraum.
    Das Diagramm zeigt etwa ab dem 7. Februar bis zum 25. März mit nur kurzen Unterbrechungen
    ein auffällig hohes Luftdruckniveau, was auf die oben erwähnten Wetterlagen zurückzuführen ist.
    Starke Tag- / Nachtschwankungen bei der Temperatur zeigen an, dass oft wolkenarme Witterung herrschte,
    bei der tagsüber hohe Einstrahlung und nachts hohe Ausstrahlung möglich war.

    Auch der April blieb trotz "normaler" Temperaturen deutlich unter dem Regensoll:
    Es gab im April ganze 19 Tage hintereinander ohne Regen!

    Der Sommer, der dann folgte, hatte es im wahrsten Sinne des Wortes in sich:

    Nach dem frühen Beginn der Hitze schon Anfang Mai drehte der Sommer
    nach etwas kühlerem Mai im Juni so richtig auf.
    Mit Höchsttemperaturen von knapp, um oder
    sogar etwas über +30 Grad an fast allen Tagen,
    aber nur 6 Niederschlagstagen gab es bereits
    einen Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte.

    Der Juli war im Schnitt nicht ganz so warm,
    hatte aber auch nur 8 Tage mit Regen,
    sodass die Grundwasserspeicher sich nicht sonderlich erholen konnten.

    Ab Anfang August ging´s dann richtig "zur Sache":
    Vom 1. bis zum 14. August stieg die Temperatur
    an allen Tagen auf über +30 Grad (sog."Hitzetage"),
    vom 3. bis zum 13. August sogar an jedem dieser Tage über +35 Grad!
    Gleich zweimal wurde der hiesige Stationsrekord aufgestellt:
    Jeweils am 5. und am 7. August erreichte das Quecksilber den Wert von +37.8 Grad!
    Auch nachts blieb es warm: An 4 Nächten im August
    blieb die Temperatur über +20 Grad (sog. "Tropische Nächte").
    Die Nacht zum 5.August blieb mit einer Tiefsttemperatur
    von +21,5 Grad am wärmsten (ebenfalls Stationsrekord).
    Dabei gab es nur 7 Tage mit Regen, 4 davon an den letzten Augusttagen.

    Was waren die Ursachen für die ungewöhnliche Wärme in diesem Sommer?
    Ein wesentlicher Grund bestand darin,
    dass oft stabile Hochdruckwetterlagen über Westeuropa herrschten,
    die gerade während des Hochsommers bei relativem Sonnenhöchststand
    und kurzer Nächte zu starker Erwärmung führten.
    Das heisst, durch viel Einstrahlung an den langen Tagen,
    dagegen nur kurzer Abkühlungsmöglichkeit
    in den Nächten ergab sich ein "Wärmeüberschuss".
    Somit konnten die Temperaturen Tag für Tag immer weiter ansteigen.

    Ausserdem war diesem warmen Sommer bereits eine Reihe von Monaten
    mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen vorausgegangen (s.o.).
    Es herrschte bis zum Sommer dann ein extremes Niederschlagsdefizit.
    Die große Frühjahrstrockenheit führte nun in Verbindung mit den stabilen Hochdrucklagen
    ohne viel Luftbewegung und damit Durchmischung
    und der überdurchschnittlichen Einstrahlung dazu,
    dass die Böden austrockneten, sich schneller erwärmen
    und diese Wärme an die Luft abgeben konnten.

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    BILDER:

    Bilder besonderer Wettererscheinungen:

    Abendrot nach Durchzug einer Kaltfront, Wolken von unten beleuchtet. Blick nach Westen "Abendrot" nach Durchzug einer Kaltfront,
    Blickrichtung nach Westen:
    Die Sonne ist bereits unter dem Horizont, beleuchtet aber noch die Wolken
    und den ausfallenden Niederschlag von unten.
    Hinter dem Horizont befindet sich demnach keine oder nur noch wenig Bewölkung, was auf nur
    noch geringes Schauerrisiko in den nächsten Stunden schliessen lässt.


    Foto von Schauerwolken mit Virgae Dieses Foto zeigt sich auflösende
    Schneeschauerwolken am Abend. Deutlich sind noch die Schnee- Fallstreifen (Virgae)
    unter den Wolkenresten zu sehen.
    Die Wolkenauflösung deutet auf zunehmende Stabilisierung der Atmosphäre hin:
    Eine klare, kalte Nacht steht bevor.


    Foto doppelter Regenbogen Die tiefstehende Sonne beleuchtet einen abziehenden
    kräftigen Regenschauer. Dies hat diesen gut ausgeprägten Regenbogen (mit Spiegelung) zur Folge.

    Anmerkung: Wenn man genau hinsieht, kann man sehen, dass beim "Original"- Bogen aussen rot
    und innen blau ist, dies aber beim gespiegelten Bogen natürlich umgekehrt ist.
    Manchmal kann auch noch ein dritter Bogen noch weiter aussen ausgemacht werden,
    dieser sieht dann wieder wie das Original aus.


     Foto Sonnenstrahlen nach Sonnenuntergang Dieses Bild hat von der Entstehung her Ähnlichkeit
    mit dem Bild ganz oben. Einziger Unterschied ist nur, dass sich hier hinter dem Horizont
    noch mächtige Schauerwolken befinden.
    Diese sorgen für den imposanten Schattenwurf am Abendhimmel.
    Man kann davon ausgehen, dass die nächsten Stunden
    nicht niederschlagsfrei sein werden (Schauerwetter).


    Foto eines Wärmegewitters mit gut ausgeprägtem Cirrusschirm der Cumulonimbuswolke Ein Wärmegewitter am Nachmittag,
    ca. 20 km von meinem Fotostandort entfernt. Hier ist die typische Form einer Gewitterwolke gut zu sehen:
    Quellwolken unterhalb und seitlich der Wolke, darüber der ambossartige Eiswolkenschirm.
    Er bildet die Obergrenze der Gewitterwolke (sogenannter Cumulonimbus).
    Sie reicht bei uns i.d.R. bis ca. 8 - 11 km Höhe, in den Tropen aber auch schon mal bis 15 km hinauf.
    Nicht immer ist in dieser Form der Schirm so schön zu sehen, weil eine zusammenhängende
    tiefere Wolkendecke den Blick nach weiter oben verdeckt:
    In Wetterfronten oder bei zusammenhängenden Gewittern/Gewitterherden, sog. Clustern,
    kann man aber sicher sein, dass sich diese Wolkenform über einem befindet,
    wenn man Blitze sieht oder Donner hören kann.


    Vorderseite einer Kaltfront 1

    Vorderseite einer Kaltfront 2 Vorderseite einer Kaltfront / Frontgewitter:
    Die obigen zwei Bilder zeigen sehr schön die Vorderseite einer
    anrückenden Kaltfront (8.6.2003, Fotorichtung West).
    Ein Passagierflugzeug musste dem Amboss der Gewitterwolke ausweichen, sein Kondensstreifen
    beschreibt einen Bogen.

    Rückseite einer Kaltfront 1

    Rückseite einer Kaltfront 2 Rückseite der Kaltfront / Frontgewitter:
    Diese zwei Bilder, die ich etwa eine dreiviertel Stunde später nach dem Durchzug der Kaltfront
    aufgenommen habe,
    zeigen den eindrucksvollen Cirrusschirm der Gewitterwolke, der bis in ca. 10 km Höhe hinaufreicht.
    Die Fotorichtung ist nun Südost.
    Weil die Störung am Abend durchzog, wird nun die Wolke seitlich von der Sonne beleuchtet.
    Dadurch wird der in grosser Höhe aus der Wolke fallende Schnee als herabhängende
    Schneefallstreifen schön sichtbar.
    Dies gibt der Wolke ein diffuses, weiches Aussehen.

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    (c)holger.sonntag Kopieren und Vervielfältigen dieser Dokus nur nach Rücksprache (--> Mail oder Impressum). Danke!


    HOBBY:

    Wetter live erleben - Ultraleichtfliegen

    Ein kleiner Bilderbogen zu diesem Thema: hier klicken!

    Ultraleichtflugzeug Mistral 53
    Ultraleichtflugzeug "Mistral 53"


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