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BEGRIFFE VERSTÄNDLICH ERKLÄRT - LEXIKON
INDEX:
Abendrot
Atmosphäre
Bodenfrost
Dunst
Eisglätte
Eiskügelchen
Evapotranspiration
Frost
Gefrierende Nässe
Gefrierender Regen
Gefrorener Regen
Gewitter
Glatteis
Graupel
Hagel
Hitzeindex
Hoch
Hochnebel
Kaltfront
Kaltluft
Kaltlufttropfen
Klima
Klimawandel
Kondensation
Lichtspektrum
Luftdruck
Luftfeuchtigkeit
Luftfrost
Morgenrot
Nebel
Niederschlag
Niederschlagsradar
Nieselregen
Okklusion
Regen
Reif
Schauer
Schnee
Schneeglätte
Schneegriesel
Schwüle
Solarstrahlung
Tau
Taupunkt
Temperatur
Tief
Warmfront
Warmluft
Wärmegewitter
Wind
Windböen
Wind-Chill
Windgeschwindigkeit
Windrichtung
Wolken
Wolkenarten
Abendrot
- Abends (und natürlich auch morgens -->
Morgenrot
)
wird durch den langen Weg des Sonnenlichts durch die
Atmosphäre
bis hin zum Beobachter der blaue (kurzwelligere) Anteil des Sonnenlichtes
viel stärker reflektiert und gestreut als das rötliche Licht
(der langwellige Anteil des
Lichtspektrums
).
Somit erscheint der Himmel in der Dämmerung hauptsächlich rötlich,
das Blau und später auch Gelb verschwindet mit absteigender Sonne zusehends.
Atmosphäre
- Die Lufthülle, also der Raum über der Erdoberfläche wird Atmosphäre genannt.
Sie reicht bis etwa 1000 km Höhe, der Übergang in den luftleeren Weltraum ist fliessend.
Sämtliche Wettervorgänge spielen sich vom Boden bis zu einer Höhe von 12 - 18 km ab.
Diese unterste Schicht der Atmosphäre wird "Troposphäre" genannt.
Sie setzt sich hauptsächlich aus 78 Prozent Stickstoff und 21 Prozent Sauerstoff zusammen.
Das restliche eine Prozent teilen sich Argon, Kohlendioxid, Wasserstoff, Helium, Ozon und andere Edelgase.
Je nach
Luftdruck
und
Temperatur
der Luft kann bis zu 4 Prozent Wasserdampf enthalten sein,
das hat natürlich einen entscheidenden Einfluss auf das Wettergeschehen.
Die Grenze zur nächsten Atmosphärenschicht wird "Tropopause" genannt.
In unseren Breiten liegt diese in ca. 10 - 12 km, in äquatornahen Gebieten
befindet sie sich in bis zu 18 km Höhe.
Über der Tropopause ist die "Stratosphäre", hier herrschen starke horizontale Luftströmungen.
In einer Höhe von ca. 60 km bis etwa 200 km befindet sich die "Ionosphäre".
Das ist eine elektrisch geladene Schicht, in der die
Polarlichter
vorkommen
und Radiowellen reflektiert werden.
Den fliessenden Übergang zum luftleeren Weltraum bildet schliesslich die "Exosphäre".
Dunst
- Beträgt die Sichtweite 1 km oder mehr, so spricht man von Dunst,
bei Sicht unter 1 km herrscht
Nebel
.
Es gibt zwei Dunstarten: "Feuchter Dunst" besteht aus winzigen Wassertröpfchen,
die noch nicht so gross und dicht sind wie beim Nebel.
"Trockener Dunst" dagegen besteht aus Schmutzpartikeln, die in der Luft schweben,
wie z.B. Rauch, Staub, Abgase usw.
Eisglätte
- Gefriert vorhandene Nässe z. B. auf Strassen bei Temperaturen unter Null Grad,
so nennt man dies Eisglätte (vgl.
"gefrierende Nässe"
, dies ist prinzipiell dasselbe).
Auch Schneereste, die vorher schon sehr matschig waren und nun wieder gefroren sind,
können zu Eisglätte führen.
Eiskügelchen,Eiskörnchen
- Fällt Regen aus einer wärmeren Luftschicht in eine darunter lagernde Kaltluftschicht
mit einer Temperatur deutlich unter 0 Grad C, können die Regentropfen gefrieren
und es entstehen durchsichtige harte Körnchen, Durchmesser meist 1-2 mm.
Dies nennt man auch "gefrorenen Regen" (nicht zu verwechseln mit
"gefrierendem Regen"
, der
Glatteis
verursacht).
Auch
Graupel
oder
Hagel
sind von der Entstehungsart her etwas völlig anderes.
Evapotranspiration (ET)
- Die Verdunstung von Boden-, Gegenstands-, Pflanzen- oder Wasseroberflächen aus
wird als "Evaporation" bezeichnet, die von der Ausdunstung von der Pflanzenhaut als "Transpiration".
Beide Verdunstungsarten werden unter dem Begriff "Evapotranspiration" zusammengefasst
und damit ein Gesamtwert gebildet.
Man hat dadurch einen Eindruck, ob die Wasserbilanz in einem Gebiet positiv oder negativ ausgefallen ist,
ob in einem bestimmten Zeitraum z.B. mehr Wasser verdunstet als gefallen ist.
ET ist sozusagen das Gegenteil von Niederschlag, die verdunstete Gesamtwassermenge
wird auch in "Millimeter" angegeben.
Frost (Luftfrost,Bodenfrost)
-
Liegt die Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt (Null Grad C), so herrscht Frost.
Man spricht von "Bodenfrost", wenn die Lufttemperatur nur bis 5 cm Höhe über dem Erdboden
unter Null Grad C liegt, sonst um oder über Null Grad C hat.
Die Messhöhe von 5 cm ist genormt, diese 5-cm-Temperatur wird weltweit auf dieser Höhe gemessen.
Hat die Luft in 2 m Höhe über dem Erdboden unter Null Grad C, so herrscht "Luftfrost".
Die Messhöhe von 2 m über Grund ist ebenfalls genormt.
Gefrierende Nässe
-
Gefriert vorhandene Nässe oder Schmelzwasser
z. B. auf Strassen bei Temperaturen unter Null Grad,
so nennt man dies gefrierende Nässe (vgl.
"Eisglätte"
,
dies ist prinzipiell dasselbe).
Gefrierender Regen
- Fällt Regen aus einer wärmeren Luftschicht in eine darunter lagernde Kaltluftschicht
(Temperatur unter 0 Grad C),
so gefriert dieser sofort beim Auftreffen auf Gegenstände an (Pflanzen, Strassen, ...).
Auf Strassen und Wegen bildet sich dann
Glatteis
.
Gewitter
- Bei rasch aufsteigender feuchtwarmer Luft können sich aus Quellwolken
Gewitterwolken
bilden.
Eine Gewitterwolke kann bei uns bis zu 11 km hoch werden,
in den Tropen werden die Gewitterwolken bis zu 18 km hoch.
In Gewitterwolken herrschen starke vertikale Luftströmungen.
Dabei kann viel Wasser auskondensieren, was mit heftigem Niederschlag
(
Regen
,
Graupel
,
Hagel
) einhergehen kann.
Die starke Luftbewegung in der Wolke erzeugt eine unterschiedliche
elektrische Aufladung der verschiedenen Wolkenteile.
Bei zu grossem Spannungsunterschied entlädt sich dies mit einem Blitz.
Durch die explosionsartige Aufheizung der Luft im Blitzkanal dehnt sich die Luft sehr schnell aus,
was als Donner hörbar wird (in Blitznähe ein lauter Knall).
Gewitter entstehen normalerweise an feuchtwarmen Nachmittagen/Abenden im Sommer ("Wärmegewitter")
oder ganzjährig oft an
Kaltfronten
, dann sind sie zu allen Tageszeiten möglich.
Glatteis
- Fällt Regen aus einer wärmeren Luftschicht in eine darunter lagernde Kaltluftschicht
(Temperatur unter 0 Grad C),
so gefriert dieser sofort beim Auftreffen auf Gegenstände an (Pflanzen, Strassen, ...).
Auf Strassen und Wegen bildet sich dann Glatteis.
Solcher Regen wird auch
"gefrierendem Regen"
genannt.
Graupel
- Graupel ist eine feste Niederschlagsform aus undurchsichtigem Eis.
Die Graupelkörner haben einen Durchmesser bis zu 5 mm, grössere Körner nennt man
Hagel
.
Graupel bildet sich bei Temperaturen in der Wolke von deutlich unter Null Grad C,
indem unterkühlte Wassertröpfchen an ebenfalls in der Wolke vorhandenen Eiskristallen anfrieren.
Wird das Korn zu schwer, fällt es aus der Wolke. Graupel kommt im Winter und im Frühjahr oft in
Schauern
vor.
Hagel
- Hagel ist eine feste Niederschlagsform aus undurchsichtigem Eis mit einem Durchmesser
grösser als 5 mm. Taubeneigrosse Körner sind häufig,
selten können Hagelkörner hühnereigross werden.
Sogar tennisballgrosse Eisstücke wurden schon beobachtet.
Sie entstehen in
Gewittern
, wo sie durch die starken vertikalen Auf- und Abwinde
immer wieder nach oben in den Frostbereich gerissen werden.
Dort kann dann erneut Feuchtigkeit (Tröpfchen) anfrieren,
sodass das Hagelkorn Schicht für Schicht immer grösser wird,
bis es schliesslich zu schwer wird und aus der Wolke fällt.
Übrigens kann man durch Aufschneiden eines Hagelkornes feststellen,
wie oft es in der Gewitterwolke nach unten und oben geschleudert wurde, bevor es zur Erde fiel.
Die einzelnen angefrorenen Schichten ergeben innen eine baumringähnliche Struktur.
Hitzeindex
- Der Hitzeindex ist eine berechnete Temperaturangabe,
wie warm wir die gerade herrschende Temperatur empfinden.
Er wird aber sinnvollerweise erst ab einer Temperatur von +27 Grad C verwendet.
Dabei spielt die Luftfeuchtigkeit die Hauptrolle:
Je höher diese ist, umso weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen.
Der menschliche Körper regelt seinen Temperaturhaushalt durch Verdunstung von Wasser
(Schweiss) über die Haut (Erzeugung von Verdunstungskälte).
Je höher nun der Wasserdampfgehalt in der Luft ist, desto weniger Wasser kann von der Haut verdunsten,
die Kühlung wird schwächer. Im Extremfall droht Hitzschlag
oder Kollaps wegen Überhitzung des Körpers.
Je feuchter die Luft also ist, um so unerträglicher empfinden wir gleichzeitig herrschende Hitze.
Bei +27 Grad C und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit fühlen wir +29.8 Grad,
bei +30 Grad und 80 Proz. fühlen sich schon wie +37.7 Grad an.
+33 Grad und 80 Proz. fühlen sich bereits wie +48.2 Grad an, das ist schon lebensgefährlich!
Der Hitzeindex ist sozusagen eine Temperaturangabe, wie warm/heiss sich die Umgebungsluft tatsächlich anfühlt.
Die Berechnungsformeln, die die Vantage-Wetterstation der Wetterstation Billigheim-Allfeld benutzt, findet man
hier
.
Wind-Chill
ist übrigens ebenfalls so eine Angabe, nur verwendet bei kalten Temperaturen.
Hoch
- Ein Hochdruckgebiet ist ein Gebiet, in dem höherer
Luftdruck
herrscht als in der Umgebung.
Auf der Nordhalbkugel strömt die Luft im Uhrzeigersinn aus dem Hoch heraus
in ein Gebiet tieferen Luftdrucks (
Tief
) hinein.
Auf Wetterkarten wird ein Hoch als ein oft kreisförmiges Gebilde dargestellt,
das von "Isobaren" (Linien gleichen Luftdruckes) umgeben ist.
Das "H" zeigt den Ort höchsten Druckes (Zentrum des Hochdruckgebietes).
In einem Hoch sinkt die Luft ab, die daraus resultierende Lufterwärmung
hat eine wolkenauflösende Wirkung (deshalb ist in Hochs besonders im Sommer "schönes" Wetter zu erwarten).
Hochnebel
- Eine konturlose, graue, tiefe Himmelsbedeckung, die aus
Nebel
entstanden ist,
der sich in den tiefsten Schichten aufgelöst hat.
Unter Hochnebel kann gelegentlich
Nieselregen
(Nebelnässen) auftreten,
bei tiefen Temperaturen auch
Schneegriesel
.
Kaltfront
- An einer Kaltfront dringt eine kalte Luftmasse gegen eine davor liegende andere Luftmasse vor.
Da meist ein starker Temperaturkontrast zwischen den Gebieten vor und denen hinter der Front besteht,
laufen die Wettervorgänge an Kaltfronten heftiger ab als an
Warmfronten
.
Die schwerere Kaltluft dringt keilförmig gegen die davorliegende Luftmasse vor und hebt diese an:
Schauerartige und teils gewittrige Niederschläge und Wind sind die Folge.
Dahinter lockert die Wolkendecke oft rasch wieder auf, doch
Schauer
lassen inder frischen Kaltluft meist nicht lange auf sich warten.
Eine besonderer Typ von Kaltfronten ist die sogenannte "maskierte Kaltfront":
Hier dringt eine etwas mildere, feuchtere Kaltluftmasse (Polarluft) gegen eine vorgelagerte
sehr kalte Luftmasse (Arktikluft) vor und bringt einen leichten Temperaturanstieg.
Oft tritt dabei Glatteisregen (
gefrierender Regen
) auf.
Kaltluft
- Dass Luft erst einmal als Kaltluft oder
Warmluft
bezeichnet werden kann,
muss sie sich in einem Ursprungsgebiet einige Tage aufgehalten haben und somit die typischen Eigenschaften
(bestimmte Temperatur, Luftfeuchte, Staubgehalt, usw.) angenommen haben.
Kaltluft ist eine Luftmasse, die aus hohen Breiten stammt.
Sie ist kalt, staubarm und hat meist auch wenig Feuchtegehalt.
Kaltluft wird noch einmal unterteilt in Polarluft (nicht ganz so kalt und etwas feuchter)
und in Arktikluft (sehr kalt und trocken).
Kaltlufttropfen
- Ein Kaltlufttropfen ist ein eng begrenzter Bereich (Durchmesser von wenigen hundert bis zu 1500 km),
in dem die Luft vom Boden bis in grosse Höhen (bisweilen über 10 km)
deutlich kälter ist als dessen Umgebung. Sie entstehen häufig im Winter,
wenn sich z.B. aus kalten Luftmassen Osteuropas ein Teil ablöst und nach Westen Richtung der milderen Luft wandert.
Kaltlufttropfen bewegen sich jedoch nur langsan und ziehen meist in Ost-West-Richtung,
bis sie wieder in die übliche West-Ost-Zirkulation mit einbezogen werden.
Da an Kaltlufttropfen umliegende Warmluft aufgleitet, gibt es hier oft Regen, im Winter Schneefälle.
Der Durchmesser eines Kaltlufttropfens kann von wenigen 100 bis zu 1500 Kilometern betragen.
Klima
- Als Klima bezeichnet man den durchschnittlichen Zustand der
Erdatmosphäre
(Lufthülle der Erde) an einem bestimmten Ort.
Jeder Ort auf der Erde hat einen bestimmten "Wettertyp".
Klima ist der Mittelwert aller Wetterzustände über einem relativ langen Zeitraum hinweg,
es ist der durchschnittliche Wetterablauf einer bestimmten Gegend.
Ein in der Klimaforschung häufig verwendeter Zeitraum ist zum Beispiel 30 Jahre.
Das im Jahresverlauf sich immer wieder in etwa wiederholende Wetter prägt das Gesicht der Erdoberfläche.
Zum Beispiel erzeugt langandauernde Hitze und Trockenheit eine wüstenhafte Landschaft,
regelmäßiger Regen dagegen sorgt für Lebewesen und Pflanzenvorkommen.
Es ergeben sich somit verschiedene "Klimazonen".
Klima darf nicht mit Wetter gleichgesetzt werden:
Als Wetter bezeichnet man den aktuellen Zustand der Atmosphäre, zum Beispiel Regenwetter,
Sturm oder Sonnenschein an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit.
Das was man sieht, wenn man zum Fenster hinausschaut, bezeichnet man als Wetter.
Klimawandel
- Der Begriff Klimawandel steht für "Klimaveränderung" und für den relativ neuen Begriff "Globale Erwärmung".
"Klimaveränderung" bezeichnet eine Veränderung des Klimas auf der Erde über einen sehr langen Zeitraum.
Denn seit der Entstehung der Erde verändert sich das Klima ständig.
Dies wird durch natürliche Einflüsse wie zum Beispiel Veränderungen der Sonneneinstrahlung,
Verschiebung der Kontinente oder Vulkanismus hervorgerufen.
"Globale Erwärmung" dagegen bezeichnet eine menschengemachte Klimaveränderung.
Es ist der während der vergangenen Jahrzehnte beobachtete allmähliche Anstieg
der Durchschnittstemperatur von Lufthülle und der Meere.
Mehr zum Thema unter
Klimawandel - Klimaveränderung und "Globale Erwärmung"
Kondensation
- Die Luft kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine begrenzte Menge
an Wasserdampf als unsichtbares Gas aufnehmen.
Je wärmer die Luft, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen, kältere Luft entsprechend weniger.
Hier sind ein paar Beispiele, wieviel Wasserdampf aufgenommen werden kann bei verschiedenen Lufttemperaturen:
Bei +30 Grad kann die Luft 30.3 g Wasserdampf aufnehmen, bei 20 Grad noch 17.3 g,
bei 10 Grad 9.4 g, bei 0 Grad nur noch 4.8 g! Luft mit -20 Grad nimmt nur noch 1.1 g Wasserdampf auf.
Kühlt sich nun Luft von +20 auf +10 Grad ab, beispielsweise durch Aufsteigen,
so muss die Luft, wenn der
Taupunkt
erreicht ist, einen Teil Wasserdampf abgeben:
Der Wasserdampf fällt als flüssige Tröpfchen aus (
Wolkenbildung
,
Nebel
,
Tau
).
Bei sehr tiefen Temperaturen bilden sich Eiskristalle oder
Reif
.
In feuchten Innenräumen "schlägt" sich Wasserdampf an kalten Oberflächen nieder,
die kälter sind als der Taupunkt der Innenluft (z.B. Fensterscheiben).
Lichtspektrum
- Sichtbares Licht ist ein Teilbereich im Spektrum der elektromagnetischen Strahlung.
Es ist der Teil des Lichtspektrums mit Wellenlängen zwischen ca. 380 und 750 Nanometer (nm),
der vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann.
Von violett (ca. 380 nm) über blau, grün und gelb wird die Wellenlänge immer grösser, bis hin zu rot (ca. 750 nm).
Über 750 nm beginnt der infrarote Bereich, das ist Wärmestrahlung, die man nur spürt, aber nicht sieht.
Bei Wellenlängen unter 380 nm (Richtung kürzere Wellen) geht es in den ultravioletten (UV-) Bereich,
dies ist gefährliche Strahlung für die menschliche Haut.
Luftdruck
- Die Luft der Lufthülle ist wie alles andere auf der Erde ebenfalls Materie,
die von der Erde magnetisch angezogen wird.
Somit lastet ein Luftdruck auf jeden Ort der Erde.
Der Luftdruck ist abhängig von der Höhe des Ortes, er nimmt mit der Höhe ab.
Der durchschnittliche Luftdruck auf Meereshöhe beträgt auf der Erde
etwa 1013.2 Millibar (mb) oder 1013.2 Hektopascal (hPa).
Luftfeuchtigkeit
- Dies ist ein Mass für den anteiligen Gehalt an Wasserdampf in der Luft.
Luft kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine bestimmte Menge an Wasserdampf aufnehmen.
Ist die Grenze erreicht, nennt man das "Sättigung": Es herrscht eine "relative Luftfeuchte" von 100 Prozent.
Die zugehörige Temperatur, bei der die Sättigung erreicht wird, nennt man
Taupunkt
.
Ab diesem Taupunkt kann die Luft kein Wasser mehr aufnehmen,
es schlägt sich nieder, es fällt aus (Folgen:
Niederschlag
,
Nebel
,
Dunst
,
Tau
,
Reif
).
Dieser Vorgang heisst
"kondensieren"
.
Morgenrot
- Morgens (und natürlich auch abends -->
Abendrot
)
wird durch den langen Weg des Sonnenlichts durch die
Atmosphäre
bis hin zum Beobachter der blaue (kurzwelligere) Anteil des Sonnenlichtes
viel stärker reflektiert und gestreut als das rötliche Licht
(der langwellige Anteil des
Lichtspektrums
).
Somit erscheint der Himmel in der Dämmerung hauptsächlich rötlich,
das Gelb und schliesslich auch das Blau erscheinen nacheinander mit der aufsteigenden Sonne.
Nebel
- Nebel ist eine am Boden aufliegende Wolkenart, er besteht aus feinen Wassertröpfchen.
Durch Abkühlung der Luft ist die in ihr enthaltene Feuchtigkeit kondensiert und so sichtbar geworden.
Man spricht von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als 1 km beträgt, sonst herrscht
Dunst
.
Hat sich Nebel in den untersten Schichten aufgelöst, aber ab einer Höhe von wenigen Metern
bis zu 100 m noch nicht, spricht man von
Hochnebel
. Dies ist eine konturlose, graue Himmelsbedeckung,
die bei uns oft in der kalten Jahreszeit anzutreffen ist.
Niederschlag
- In der Meteorologie ist Niederschlag eine Bezeichnung für Wasser
im flüssigen oder festen (gefrorenen) Zustand,
der nach Erreichen des
Taupunktes
aus der Luft ausfällt (kondensiert)
und sich niederschlägt (
Tau
,
Reif
) oder als
Regen
,
Schnee
oder
Nebel
auftritt.
Nicht jeder Niederschlag erreicht den Erdboden, er kann durch eine darunterliegende trockene Luftmasse
bereits auf dem Weg in Richtung Erdboden verdunsten.
Niederschlagsradar
- Mithilfe des Niederschlagsradars können Niederschlagspartikel in der Atmosphäre geortet werden.
Dazu sendet der Radarsender in festen Abständen ein Signal aus, die schwebenden Niederschlagspartikel
(Wassertröpfchen, Eiskristalle) reflektieren dieses Signal.
Von einem Radarempfänger wird anschliesend gemessen, wie viel Energie wieder zurück kommt
und wie lange das Signal unterwegs war.
Ersteres (Energiemenge) ist ein Hinweis auf die Stärke des Niederschlags,
mit dem zweiten Wert (Dauer) kann man auf die Entfernung des Niederschlages schliessen.
Die Radarantenne dreht sich um ihre eigene Achse und zeichnet so ein kreisförmiges Bild
des Niederschlages in der Atmosphäre in ihrer Umgebung auf.
Die Reichweite des Radarstrahles ist unterschiedlich, beträgt aber in der Regel zwischen 100 km und 200 km.
So bekommt man einen Eindruck über die Niederschlagsverteilung in dem Gebiet rund um die Radarstation.
Nieselregen
-
Dies ist eine flüssige Niederschlagsform aus 0.05 bis 0.25 mm grossen Tröpfchen,
grössere Tropfen nennt man
Regen
.
Nieselregen fällt meist aus tiefen Wolken oder aus
Nebel
.
Okklusion
- Wenn ein
Tiefdruckgebiet
an das Ende seines Lebens kommt,
hat die schneller vordringende Kaltluft an seinen Fronten die vorgelagerte Warmluft
vollständig eingeholt und vom Boden abgehoben.
Die Wettervorgänge in Okklusionen sind nicht mehr so heftig wie bei
Kaltfronten
,
doch schon noch etwas turbulenter als in
Warmfronten
.
Bedeckter Himmel und teilweise schauerartiger Niederschlag während des Frontendurchgangs
zeichnen die Okklusion aus.
Dahinter reisst sie Wolkendecke auf und einzelne Schauer sind möglich.
Regen
- Regen ist eine Niederschlagsform aus bis zu 6 mm grossen Wassertropfen.
Regentropfen entstehen durch die Vereinigung kleinerer Tröpfchen zu grösseren
oder durch Schmelzen von Eiskristallen aus Schneeflocken in der Wolke.
Sind sie schwer genug, fallen sie aus der Wolke Richtung Erdboden.
Sehr kleine Wassertröpfchen nennt man Sprüh- oder
Nieselregen
.
Reif
- Bei einer Lufttemperatur unter Null Grad C bildet sich besonders in ruhigen,
klaren Nächten kein flüssiger
Tau
, sondern Reif.
Reif besteht aus Eiskristallen, die sich auf Gras, Gegenständen,
Bäumen und sogar auf Strassen ablagern und einen weissen Belag bilden.
Auf Strassen kann es dadurch zu Glätte kommen.
Schauer
- Ein Schauer ist ein kurzzeitiges, oft aber heftiges
und von viel Wind begleitetes Niederschlagsereignis.
Schauer entstehen, wenn erwärmte Luft rasch aufsteigt
und zu Quellwolkenbildung und anschliessendem Niederschlag aus diesen Wolken führt.
Dies ist meistens der Fall, wenn an
Kaltfronten
kältere Luft
die vorgelagerte wärmere Luft rasch abhebt.
Wenn sich in kalter Luft durch Sonneneinstrahlung der Boden und die darüberliegende Luft erwärmt,
steigt diese Luft ebenfalls rasch auf und löst Schauer aus ("Aprilwetter").
Schnee
- Schnee ist eine feste Niederschlagsform, die bei uns in der kalten Jahreszeit auftritt.
Er entsteht in der Wolke bei grosser Kälte (unter - 10 Grad) und bildet sich
durch Gefrieren von unterkühlten Wassertröpfchen.
Dabei entstehen Schneekristalle, die unendlich viele Formen haben,
doch alle sechseckig sind (sofern sie nicht zerbrochen sind).
Durch Zusammenhaken bzw. Zusammenkleben der einzelnen Kristalle entstehen die typischen Schneeflocken.
Schneeglätte
-
Eine Schneedecke z.B. auf Strassen führt zu Glätte, besonders wenn
sie festgefahren wird - Schneeglätte.
Schneegriesel
- Dies ist eine feste Niederschlagsform aus kleinen Eiskristallen,
die sich meist in tiefer Bewölkung wie
Nebel
oder in
Hochnebel
bilden und ausfallen.
Die Niederschlagsmengen bleiben aber meist gering.
Schwüle
- Schwüle ist ein subjektiver Eindruck, sie beschreibt die Wirkung von
höheren Temperaturen bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit auf den Menschen.
Die Angabe
Hitzeindex
ist nahe vewandt.
Solarstrahlung
- Die Solarstrahlung (Sonnenstrahlung) ist die Licht- und Wärmestrahlung,
die von unserem Zentralgestirn (der Sonne) ausgeht.
Sie wird in Watt pro Quadratmeter (W/qm) gemessen. Sie ist an jedem Ort und zu jeder Zeit unterschiedlich,
weil die Sonnensrahlen meist im schrägen Winkel auftreffen
und durch den unterschiedlich langen Weg durch die
Atmosphäre
unterschiedlich stark abgeschwächt werden.
Tau
- Sinkt die Temperatur (besonders in ruhigen, klaren Nächten) unter den
Taupunkt
,
so fällt der überschüssige Wasserdampf, den die Luft nicht mehr aufnehmen kann, als Tau aus (
Kondensation
).
Tau besteht aus feinen Wassertröpfchen, die sich an Gras, Pflanzen und anderen Gegenständen ablagern.
Taupunkt
- Luft kann bei einer bestimmten Temperatur nur eine bestimmte Menge an Wasserdampf aufnehmen.
Je wärmer, desto mehr, je kälter, desto weniger Wasserdampf kann die Luft aufnehmen.
Ist die Grenze erreicht, nennt man das "Sättigung": Die Luft kann nicht mehr Wasserdampf aufnehmen,
es herrscht eine "relative
Luftfeuchtigkeit
" von 100 Prozent.
Die zugehörige Temperatur wird Taupunkt genannt. Je tiefer er ist, desto trockener ist die Luft.
Es bedarf einer grossen Abkühlung, bis Sättigung der Luft und somit Kondensation eintritt.
Dagegen zeigt ein hoher, der aktuellen Temperatur naheliegender Taupunkt sehr feuchte Luft an.
Es bedarf nur geringer Abkühlung, bis 100 Prozent Luftfeuchte und somit Sättigung / Kondensation erreicht ist.
Die Begriffe "Höchster Taupunkt" und "Tiefster Taupunkt" eines Tages zeigen also an,
wann die Luft an diesem Tage am feuchtesten bzw. am trockensten war.
Temperatur
- Die Temperatur, in diesem Fall die Lufttemperatur,
ist ein Mass für die in der Luft enthaltene Wärmeenergie.
Sie beeinflusst den
Luftdruck
und die
Luftfeuchtigkeit
, somit also direkt das Wettergeschehen.
Die Lufttemperatur nimmt im Regelfall mit zunehmender Höhe (bis in etwa 10 km Höhe) kontimuierlich ab.
Tief
- Ein Tiefdruckgebiet ist ein Gebiet, in dem tieferer
Luftdruck
herrscht als in der Umgebung.
Die Luft strömt wirbelförmig gegen den Uhrzeigersinn (Nordhalbkugel) in das Tief hinein.
Auf Wetterkarten werden Tiefs als oft runde Gebilde dargestellt,
die von "Isobaren" (Linien gleichen Luftdrucks) umgeben sind.
In einem Tief wird heranströmende Luft zum Aufsteigen gezwungen, dies bewirkt Wolken- und Niederschlagsbildung.
Tiefs entstehen häufig in Gebieten mit grossen Temperaturgegensätzen.
Warme und kalte Luftmassen bewirken die Frontenbildung (
Kaltfront
,
Warmfront
).
Warmfront
- Hinter Warmfronten dringt eine mildere Luftmasse gegen eine davorliegende kältere Luftmasse vor.
Da die kältere Luft schwerer ist als die heranströmende Warmluft,
gleitet diese auf die Kaltluft auf und wird so gehoben.
Durch die Hebungsabkühlung entstehen durch Kondensation grossflächige Wolkenfelder
mit langandauernden Niederschlägen.
Die Wettervorgänge laufen weniger heftig ab als an
Kaltfronten
,
da die Hebung der Luft durchschnittlich nur 10 cm pro Sekunde beträgt.
Von oben her erreicht die Warmluft schliesslich nach ein paar Stunden den Boden,
dann hört der Niederschlag langsam auf,
doch es bleibt besonders in den Wintermonaten noch länger trüb und feucht, evtl. mit
Nieselregen
.
Warmluft
- Dass Luft erst einmal als Warmluft oder als
Kaltluft
bezeichnet werden kann,
muss sie sich in einem Ursprungsgebiet einige Tage aufgehalten haben und somit die typischen Eigenschaften
(bestimmte Temperatur, Luftfeuchte, Staubgehalt, usw.) angenommen haben.
Warmluft ist eine Luftmasse, die niedrigen Breiten stammt.
Sie ist mild/warm und hat meist auch einen hohen Feuchtegehalt.
Wind
- Wind ist eine Luftströmung zum Ausgleich der Luftdruckunterschiede zwischen zwei Orten auf der Erde.
Der Wind (Luftströmung) weht von einem Ort mit höherem
Luftdruck
zu einem Ort mit niedrigerem Luftdruck.
Als "Windrichtung" wird die Richtung angegeben, aus der der Wind kommt.
Sie wird in Grad (von 0 bis 360) angegeben.
0 oder 360 Grad entspricht Nord, 90 Grad ist Ost, 180 Grad Süd
und bei 270 Grad kommt der Wind aus West.
Die "Windgeschwindigkeit", gemessen in m/sec, km/h, Knoten oder miles/h,
wird nach der
Beaufortskala
in Windstärken eingeteilt.
Die mittlere Windgeschwindigkeit ist ein 10-Minuten-Mittelwert.
"Windböen", also kurze Windstösse mit rasch wechselnder Intensität und Richtung
werden in einem 10-Sekunden-Mittelwert erfasst.
Wind-Chill
- Herrschende Temperaturen werden häufig anders empfunden, als sie tatsächlich sind.
Besonders bei tiefen Temperaturen (meist im Winter) fühlt sich eine Temperatur viel kälter an als sie ist,
wenn der Haut durch Wind viel Energie entzogen wird.
Diese Temperatur wird als "gefühlte Temperatur" (Wind-Chill) bezeichnet.
+5 Grad C bei Wind mit 30km/h fühlen sich wie 0 Grad an.
Bei 0 Grad C und 30 km/h Wind fühlen wir bereits -6.5 Grad.
-5 Grad C bei 30 km/h Wind ergeben auf der Haut schon ein Gefühl von -13 Grad,
das kann schon zu Erfrierungen führen!
Die Berechnungsformeln, die die Vantage-Wetterstation der Wetterstation Billigheim-Allfeld benutzt, findet man
hier
.
Hitzeindex
ist übrigens ebenfalls so eine Angabe, nur verwendet bei warmen/heissen Temperaturen.
Wolken
- Wolken entstehen durch Kondensation von Wasserdampf, wenn sich aufsteigende Luft
bis zum
Taupunkt
abgekühlt hat.
Die entstandenen Tröpfchen (bei sehr tiefen Temperaturen Eiskristalle) schweben in der Luft
und zeigen durch ihre Verlagerung die Strömungsrichtung der Luft in dieser Höhe an (die Wolken "ziehen").
Kühlt sich die Luft zum Beispiel durch weiteres Aufsteigen noch mehr ab, so werden die Tröpfchen
(oder Eiskristalle) grösser und fallen schliesslich aus der Wolke (
Niederschlag
).
Grob unterteilt gibt es Haufenwolken und Schichtwolken, doch die Vielfalt der
Wolkenarten
ist sehr gross.
Wolkenarten
- Die Schönheit der Wolkenformen am Himmel ist unendlich, die Vielfalt der Wolkenarten ist sehr gross.
Die Wolkenarten werden in Wolkenfamilien und Wolkengattungen unterteilt, damit sie unterschieden werden können.
In der folgenden, sehr gelungenen und informativen Website werden sämtliche Wolkenarten
übersichtlich dargestellt und beschrieben:
www.wolken-online.de
.
Viele Fotos und Filme bringen "Ordnung ins Wolkenchaos" am Himmel.
NACH OBEN ZUM SEITENANFANG